Es war einmal eine Zeit, da entschied Wissen über Chancen. Wer etwas wusste, das andere nicht wussten, hatte einen Vorsprung. „Wissen ist Macht", hiess es. Lange stimmte das.
Heute nicht mehr.
Jede Information ist einen Klick entfernt. Künstliche Intelligenz übernimmt zunehmend sogar die Denkarbeit selbst – recherchieren, zusammenfassen, Zusammenhänge erkennen. Wissen ist nicht mehr knapp. Und was nicht knapp ist, verschafft keinen Vorsprung mehr.
Was also zählt heute? Nicht, was du weisst – sondern was du damit machst. Ob du im richtigen Moment auf den Menschen eingehen kannst, der vor dir steht. Macht bedeutet heute: Wirksamkeit, Einfluss, Employability. Aktuelle Studien zeigen: Fast 40 % der heute gefragten Kernkompetenzen werden sich bis 2030 verändern – und was dabei am wichtigsten bleibt (und in absoluter Wichtigkeit also zunimt), sind menschliche Fähigkeiten wie Führung und der souveräne Umgang mit anderen[1]. Sprich: die Kompetenz und die Fähigkeit in Beziehung zu gehen.
Je vernetzter du bist, je besser du auf dein Umfeld eingehen kannst – desto wirksamer wirst du.
Und genau hier liegt die Herausforderung: Diese Fähigkeit entsteht nicht durch Lesen, Zuschauen oder passives Online-Zuhören. Sie entsteht dort, wo du dich wirklich ausprobieren darfst und ehrliches Feedback bekommst.
Das lässt sich sogar körperlich nachweisen: Forscher der Ruhr-Universität Bochum fanden, dass Präsenzunterricht einen deutlich höheren körperlichen Aktivierungszustand auslöst als rein passives Online-Lernen – verbunden mit intensiveren positiven Lernemotionen wie Freude[2]. Entscheidend ist dabei offenbar nicht der Ort an sich, sondern echte Beteiligung: Werden Online-Formate gleichartig interaktiv gestaltet, entsteht eine vergleichbare Aktivierung wie im direkten Kontakt[3]. Es zählt also aktives Tun und ein echtes Gegenüber – nicht blosses Zuschauen und "ein bischen" mitmachen dürfen.
Auch beim Aufbau von Selbstvertrauen in die eigene Wirksamkeit zeigt sich dieses Muster: Angehende Lehrkräfte, die in Präsenzformaten ausgebildet wurden, entwickelten einen deutlich stärkeren Zuwachs an Selbstwirksamkeit als jene im Online-Format[4].
Und die Harvard-Forscherin Amy Edmondson zeigte bereits 1999: Psychologische Sicherheit in Teams begünstigt sogenanntes Lernverhalten – Fragen stellen, ausprobieren, um Feedback bitten. Und genau dieses Lernverhalten ist es, das am Ende über die Leistung eines Teams entscheidet[5].
1:1 oder in kleinen Gruppen, mit echter Beteiligung und ehrlichem, wertschätzenden Feedback, mit der Möglichkeit, es immer wieder zu versuchen – so entsteht Kompetenz, die bleibt. Nicht theoretisch, sondern tief und nachhaltig.
Genau das schaffen wir bei Fokus Empathie: Räume, in denen Menschen sich trauen, es einfach zu tun. Zu üben. Zu wachsen. Feedback zu bekommen, das wirklich hilft. Wieder und wieder – bis aus Wissen tatsächlich Wirkung wird.
Wissen ist heute überall. Macht hat, wer Wissen anwenden kann.
Wir helfen dir dabei.
Lass uns sprechen – vereinbare ein unverbindliches Beratungsgespräch mit uns (Patricia oder Benedikt) von Fokus Empathie.
[1]World Economic Forum (2025). Future of Jobs Report 2025. Genf: World Economic Forum. https://www.weforum.org/publications/the-future-of-jobs-report-2025/digest/
[2]Gellisch, M., Wolf, O. T., Minkley, N., Kirchner, W. H., & Brand-Saberi, B. (2022). Decreased sympathetic cardiovascular influences and hormone-physiological changes in response to COVID-19-related adaptations under different learning environments. Anatomical Sciences Education, 15(5), 811–826. https://doi.org/10.1002/ase.2213
[3]Gellisch, M., Morosan-Puopolo, G., Wolf, O. T., Moser, D. A., Zaehres, H., & Brand-Saberi, B. (2023). Interactive teaching enhances students' physiological arousal during online learning. Annals of Anatomy – Anatomischer Anzeiger, 247, 152050. https://doi.org/10.1016/j.aanat.2023.152050
[4]Hußner, I., Lazarides, R., & Westphal, A. (2022). COVID-19-bedingte Online- vs. Präsenzlehre: Differentielle Entwicklungsverläufe von Beanspruchung und Selbstwirksamkeit in der Lehrkräftebildung? Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 25(5), 1243–1266. https://doi.org/10.1007/s11618-022-01072-5
[5]Edmondson, A. C. (1999). Psychological safety and learning behavior in work teams. Administrative Science Quarterly, 44(2), 350–383. https://doi.org/10.2307/2666999


